… von Picton bis Mount Cook …

25th Nov 2009



Wir sitzen hier im hintersten Eck vom Lake Wakatipu und haben unerwarteterweise freies Internet. Am 14.11. haben wir mit der Fähre auf die Südinsel übergesetzt. Seit dem haben wir nun zum 3. Mal die Insel durchquert.

Unsere Route führte uns von Picton nach St. Arnaud am Lake Rotoiti. Leider lies es das Wetter nicht zu, auf den Mt. Robert zu steigen, also fuhren wir weiter an die Westküste nach Punakaki. Die berühmten Pancake Rocks waren natürlich wieder von Urlaubern aus aller Welt bevölkert, so dass wir nach  Absolvierung der vorgegebenen Wegstrecke schnell das Weite gesucht haben.

Nach einer Übernachtung in Greymouth setzten wir zur 2. Überquerung der Insel über den Arthurs Pass an. Auf den Rastplätzen lauerten uns die neugierigen, frechen Keas auf. Eine gewaltige Landschaft bot sich uns. Rechts und links der Straße riesige Berge und in der Mitte das breite Flusstal des Waimakariri River. 2 Nächte verbrachten wir in einem abgelegenen Seitental des Arthur Passes fernab von jeder Zivilisation. Auf der Weiterfahrt nach Christchurch sahen wir uns den Cave Stream an.    (für Mutige eine Höhlenwanderung durch hüfthohes, eisiges Wasser, für uns nix). Ein paar Kilometer weiter, auf einer Wiese verstreut, die Casel Rocks. Gigantische Felsblöcke von Gletschern geformt.

Nach einer Nacht in Christchurch fuhren wir mit vollem Kühlschrank und frisch gewaschener Wäsche endlich in Richtung Mt. Cook National Park. Die Straße führte über die trockene, staubige Hochebene des Burkes Passes zum Lake Tekapo. Gesteinsmehl, das von den Gletschern ausgespült wird, färben das Wasser in ein fast unnatürlich, wirkendes Türkis. Einen Tag mussten wir bei Regen und Sturm ausharren bis wir zu unserer Bergtour zum Müller Hut aufbrechen konnten. Nach einem kurzen Weg durch flaches Gelände, 600 Höhenmeter Steig und 400 Höhenmeter Schnee bei mäßiger Sicht, erreichten wir die Müller Hut. Wie auf Bestellung, lichtete sich der Himmel und bei schönstem Sonnenschein bot sich uns das gewaltige Panorama  der höchsten Gipfel Neuseelands. Während unserer Rast konnten wir beobachten, wie von der Stirnseite der Gletscher in regelmäßigen Abständen mächtige Eismassen abbrachen und mit lautem Getöse die Südflanke des Mt. Sefton hinunterstürzten.

Von hier aus geht’s weiter in Richtung Queenstown…

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… Von Auckland bis Wellington …

14th Nov 2009



Endlich Internet. Seit 9 Tagen kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir wanderten durch Wälder wie im Märchenland. Außer den Kauribäumen, steht hier kein Baum für sich allein. Unzählige Wirtspflanzen klettern an den Stämmen empor oder nisten sich in den Astgabeln ein. Man hört nur das Rauschen vom Wasser und Vogelgezwitscher. Die Naturschutzgebiete werden sehr gepflegt. Man wandert auf gut ausgebauten und sicheren Pfaden und der Wald ist sich selbst überlassen. Kein Baum der fällt, wird rausgeschnitten. Mit Oscar und dem Camper sind wir sehr unabhängig. Wir übernachten in Campgrounds mitten im Wald, oft ganz allein.

Am Samstag besuchten wir das Wai-O-Tapo Thermal Wonderland. Ein  typischer Touristenmagnet. Aber der Lady Knox Geysir und die blubbernden, dampfenden und neonfarbigen Pools dieser Vulkanlandschaft sind einzigartig. Erholung von diesen Menschenmassen fanden wir am Abend auf einem wunderschönen Campground mit Wasserfall und freilaufenden Pferden.

Unsere Reise Richtung Südinsel führte uns über den Lake Taupo in den Tongariro Nationalpark. Am Dienstag den 10.11. wurden wir um 4,30 Uhr von unseren Weckern aus dem Schlaf gerissen. Ein Shuttlebus fuhr uns zu dem Einstieg zum Tongariro Alpin Crossing. 19,4 km Bergwanderung lagen vor uns. Was uns am Gipfel erwartete, rechtfertigte die Anstrengung. Ein Vulkangebiet wie es schöner nicht sein könnte. Wir wanderten durch riesige Kraterbecken, vorbei an dampfenden, nach Schwefel riechenden Schloten und mussten steile, sandige Abstiege überwinden. Nach 8,5 Stunden kehrten wir hungrig und erschöpft, aber total beeindruckt in unser Camp zurück.

Nachdem wir uns ausgeschlafen hatten, verbrachten wir den nächsten Tag im Auto. Unsere Fahrt führte uns nach Kiriwhakapapa. Ein wunderschöner Morgenspaziergang am nächsten Tag  durch einen weiteren Märchenwald und die Straße hatte uns wieder. Und dann, endlich, das Meer. Auf einer abenteuerlichen Fahrt über die Küstenstraße fuhren wir an das südlichste Ende der Nordinsel. Hier leben Robben. Man kann erstaunlich nah an sie ran. Die liegen da faul in der Sonne. Nur die Mütter mit ihren Jungen beobachten einen. Es macht Spaß sie im Meer beim Schwimmen zu beobachten. Sie springen mit den Wellen, die an dieser Stelle extrem stark sind.

Die Nacht verbrachten wir in einer Schlucht mit Meeresblick. Nach dem Frühstück wanderten wir in einem Flussbett landeinwärts bis zu den Pinackles Rocks.  Felsen, die von Wind und Wasser geformt wurden. Das Gestein ist sehr porös, obwohl es 12 bis 14 Millionen Jahre alt ist.

Anschließend sind wir noch bis Upper Hutt gefahren, hier in einem Campingplatz eingecheckt, unsere Wäsche gewaschen, Kartoffelsalat mit Würstchen gekocht und morgen geht es auf die Südinsel.

(von der Redaktion: dieser Text wurde von Angela verfasst. Für den Inhalt ist ausschließlich der Verfasser verantwortlich!)

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… Auckland …

3rd Nov 2009



Leider tun wir uns hier ein wenig schwerer damit Berichte zu schreiben. Entweder sitzen wir irgendwo im Busch und haben kein Strom oder wir sind in irgendeinem Internetcafe wo 30 Leute um einen herum sitzen und man ständig auf die Uhr schaut da ja jede Minute Geld kostet! Da ist das mit der Muse und der Kreativität dann natürlich auch schwierig…

Jetzt sind wir seit 2 Tagen endlich mal auf einem normalen Camping Platz mit Strom und Internet!!! (…und Warm -Wasser -Duschen)!

Wie ihr wahrscheinlich schon anhand unser Bilder gesehen habt, geht es uns immer noch gut und wir haben auch immer noch Spaß…

Die letzten Wochen waren super! Wir planten unsere Tour so, dass wir jeden Tag, zumindest ein bisschen, wandern gehen konnten.

Wir sind uns sicher dass diese Inseln speziell für den Tourismus gebaut wurden! Man fährt 2 Stunden durch die Kulissen von Kanada und von einer Minute auf die nächste ist man im Dschungel. Ein bis Zwei Stündchen durch den Dschungel und man steht vor gigantischen Klippen. Ein paar Meter weiter sieht es aus wie in Kroatien (nur schöner und alles viel größer)! Dann fährt man ein bisschen Boot und landet in Kansas. Man fühlt sich als währe die Zeit stehen geblieben und hier hätte sich die letzten 100 Jahre nichts verändert! Drei Stunden weiter und man wandert durch einen 150 Mio. Jahre alten Wald! Man stoppt hier und da mal an ein paar unfassbar großen Kauri Bäumen und über 100 Meter hohen Wasserfällen und durchquert dabei den „aktivsten“ Teil der Insel. Umgeben von Vulkanen und Gasieren stinkt der Schwefel der Hot Springs Tag und Nacht nach verfaulten Eiern!!! Ein paar Meter weiter erreicht man dann Irland. Grüne Hügel bis zum Horizont. Bestückt mit Weißen Schafen und eingegrenzt von steilen Klippen und einer rauen See… Wenn man die Grünen Hügel durchquert hat erreicht man Weiße Sandstrände und türkises Meer…

Wir wollen hier so schnell nicht mehr weg! Das ist sicher!!!

Morgen nehmen wir erstmal Angela und Robert in empfang. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese tollen Eindrücke die nächsten Wochen mit jemanden teilen dürfen!!!

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