… durch den Staat Canterbury …

26th Jan 2010



Die letzte Woche klinkten wir uns für ein paar Tage aus der Arbeitssuche aus. Bis dahin war die Arbeitssuche vor allem noch gar keine Suche, sondern eher eine Diskussion die zu nichts führte…

So kam uns das gute Wetter gerade recht. Durch Sebus sein kaputtes Knie war natürlich nicht viel mit Wandern. Also entschlossen wir uns in Richtung „Lake Tekapo“ zu fahren. Da wir schon von den letzten Touren wussten, dass der Highway Nr. 1 die langweiligste Straße Neuseelands ist, nahmen wir diesmal die „Inland Scenic Route 72“. Ein nicht all zu kleiner Umweg aber lohnenswert. Wir nahmen ziemlich viele Seitenstraßen mit und an dem ein oder anderem Platz machten wir einen kleinen Spaziergang. So zogen sich die ca. 350km vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Unser Nachtquartier schlugen wir direkt am See auf.

Am nächsten Morgen fuhren wir auf den „Mount John“ und im Anschluss bis ans Ende des Sees. Wir fanden ziemlich schnell ein wunderschönes einsames Plätzchen zum baden, fischen und campen. Zuerst gingen wir ein wenig schwimmen (wirklich nur ein wenig, wegen dem Gletscherwasser!) und im Anschluss kümmerte sich Sebus dann um unser Abendessen.

Am darauf folgendem Tag fuhren wir über eine „Gravel Road“ vom „Lake Tekapo“ zum „Lake Pukaki“. Schon lange bevor wir den See erreichten lichteten sich die Wolken über dem „Mount Cook“, dem höchsten Berg Neuseelands mit 3754m. Der Blick auf die Gletscher war, wie schon beim letzen mal, fesselnd. Das leuchtende Blau des Eises, das man schon von 50 km Entfernung erkennen kann, ist einfach phantastisch. Wir erkundeten die ganze Gegend (soweit dass mit dem Auto möglich war, Sebus konnte ja nicht all zu weit laufen). Wir fuhren hoch bis zur Mündung des „Tasman Rivers“. Dort grillten wir den Fisch, den Sebus am frühen Morgen gefangen hatte und dann fuhren wir wieder runter nach Tekapo. Von dort aus folgten wir der Strasse bis nach „Omarama“ und dann ging es weiter entlang den Stauseen „Lake Benmore“, „Lake Aviemore“ und „Lake Waitaki“. Wir stoppten an den Staudämmen, sprangen in den „Lake Aviemore“ und übernachteten an der Mündung des „Deep Stream“, an welchen wir am darauffolgendem Tag ein wenig wanderten. Wir stoppten an ein paar Ruinen und fuhren dann, die über 90km lange Gravel Road, zurück Richtung Tekapo. Gott sei dank haben wir an einem Gatter die 2 Jäger wieder überholt, die wir vorher schon 2 mal überholen haben lassen… Die ersten paar „River Crossings“ (auch „Ford“ genannt) waren für Oscar kein Problem aber dann fuhren wir uns doch fest. Keine Ahnung wie lange wir dort gestanden hätten, wenn uns die 2 Jäger nicht geholfen hätten. In den ganzen 3 Stunden auf dieser Straße ist uns außer den zweien nur ein Auto entgegen gekommen. An dieser Stelle also noch mal ein großes Danke an die hilfsbereiten, unbekannten Kiwis!!!

Wieder in Tekapo angekommen füllten wir unsere Küche mit essen, unsere Mägen mit Eis und den Oscar mit Benzin. Gut ausgerüstet fuhren wir dann wieder zurück an die schöne und einsame Stelle am See, an der wir die Nacht und den darauffolgenden Tag verbrachten. Sebus fing 5 Fische und Marina las fast 2 Bücher…

Am Freitag ging es wieder zurück nach Christchurch, da Sebus am Samstag, Frauke, eine Fotografin, auf eine Hochzeit begleiten durfte. Leider versagte seine Kamera aber er war trotzdem eine große Hilfe und konnte zusätzlich was lernen. Nächstes Wochenende wird er noch mal mit ihr mitgehen. Leider aber auch ohne Kamera, da wir diese gestern zu Canon nach Auckland einschicken haben lassen. Diesbezüglich können wir also im Moment alle guten Wünsche brauchen, denn wenn sie nicht mehr zu retten ist, dann dreht der Sebus wahrscheinlich durch…

2 Comments

 



2 Comments to “… durch den Staat Canterbury …”


Jay

Na, Ihr Weltenbummler!
Das sieht doch mal sehr idyllisch dort aus…
Das mit der Kamera ist natürlich ziemlich S***e!!!
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass kein worst case scenario eintritt.

Liebe Grüße
Just


Huber

Schön diese Bilder zu sehen. Wäre gern bei Euch. Der Winter hat uns voll im Griff und wir heizen, was der Ofen hergibt. Sebus Knie und der Kamera wünsche ich gute Besserung.
Viele Grüße aus dem trüben Grassau
Mama und Papa


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